Scotty – beam me up to another world

Mittwoch,  27. Febr. 2013
… aber davor steht ein steiniger Weg.
Wir fahren auf der Straße nach Moa. Ca. 15 km nach Baracoa löst sich die Straße auf. Ich bin schon viele Straßen auf der Welt gefahren, aber das übertrifft sogar die in Russland mit Hans und Günther bei weitem. Wir brauchen für 40 km über 3 Std. Nach 30 km steht tatsächlich ein Schild “ Visitor Center Humboldt Nationalpark 1 CUC!“ Wir fahren vorbei. Noch 230 km. Ich rechne hoch – das mit dem Swimmingpool und einem Daiquiri nachmittags im All Inclusive Resort wird wohl nicht’s. Wenn’s schlecht läuft mit den Straßen, fällt auch das Abendessen noch aus. Kurz vor Moa wird die Straße zwar besser aber die Landschaft miserabel. Vom Urwald in eine fürchterliche Gegend mit roter Erde und rotem Qualm aus den Schloten der Fabriken. Hier wird im Tagebau Nickel und Cobalt gewonnen. Es steht ein Schild am Straßenrand „Fotografieren verboten“. Ich schieße natürliche trotzdem einige Bilder von der Umweltverschmutzung hoch 12. Wir werden natürlich sofort danach von einem Posten angehalten und zurecht gewiesen. Die Fotos darf ich aber seltsamerweise behalten. Ich kann mir nicht vorstellen,  dass in dieser Stadt jemand älter als 50 wird. Die meisten Bäume sind schon abgestorben.
Danach bei relativ guter Straße weiter. Dann die Abzweigung knapp 70 km vor Holguin in Richtung Guadalavaca. Wieder 30 km Hell Road. Kein Gegenverkehr – kein vor uns fahrendes Fahrzeug. Nochmal 1 1/2 Std. Dann wird langsam alles anders. Wir nähern uns der anderen Welt! Die Häuser haben plötzlich einen sauberen Anstrich, die Straße ist ohne Tadel und es gibt keine verfallenen Gebäude mehr. Hier werden die Pauschaltouristen vom Flughafen Holguin zu den All Inclusiv Resorts an der Playa Esmeralda gebracht. Einige Km vor unserem 4★ Resort Blau Costa Verde ein Schild „Gesperrt für inländische Fahrzeuge“. Im Resort mit mehreren hundert Zimmern gibt es Essen und Trinken in Überfluss. Was nicht schmeckt wird weggeworfen – und einige km draußen hat die Bevölkerung Cubas nicht viel zum Essen. Abends spielt auf der Animationsbühne eine echt kubanische Band. Aber dies hat einfach nicht den Flair aus der gestrigen Casa de la Trova.
Diese unreale Plastik Welt ist nicht unsere Welt. Wir werden auch diese 2 Tage überleben (die Mojitos, Daiquiris, Margeritas, Cuba Libre’s … sind aber Ok).

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